Server-Virtualisierung bei der Devil AG mit einem Hochverfügbarkeitscluster für die Ausfallsicherheit, das rund um die Uhr betriebsfähig ist.

Seit seiner Gründung 1994 ist Devil zu einem der größten EDV-Distributoren Deutschlands gewachsen. Als die Zahl von 30 Servern nicht mehr ausreichte, stand eine strategische Neuorientierung an. Die Administration wurde immer aufwändiger, die Mehrzahl der Server war bereits zu alt, die Leistung nicht mehr ausreichend und wichtige Themen wie Ausfallsicherheit und Hochverfügbarkeit nur unzureichend gelöst.
Das Projektziel hieß: ‚Mehr Leistung bei geringeren Kosten’. „Von den angefragten Herstellern IBM und Fujitsu-Siemens wurde das Unternehmen BEL NET als Spezialist vor Ort empfohlen“, berichtet Dirk Hagemann, IT-Leiter bei der Devil AG.
180 User in Bereichen wie dem Vertrieb, dem Einkauf oder der Finanzbuchhaltung waren auf eine performante EDV mit einer ständigen Verfügbarkeit angewiesen. Gemeinsam mit den Spezialisten von BEL NET wurde mit der Servervirtualisierung ein Konzept entwickelt, dass geringe Betriebskosten und trotzdem genügend Flexibilität auch für weiteres Wachstum garantierte.
Die Zahl der physischen Server reduzierte sich von 30 auf 4 mit messbaren Kostenvorteilen beim Raumbedarf, bei der Klimatisierung und den Energiekosten. Die Administration wurde einfacher und erheblich flexibler.
Die Virtualisierung und redundante Hardware allein reichten allerdings nicht aus für die geforderte Ausfallsicherheit und Hochverfügbarkeit. Das Problem: Die virtualisierten Server können systembedingt nur auf ein Speichergerät zugreifen. Fällt eine der Storage-Einheiten aus, sind die Daten zunächst nicht mehr verfügbar. Das Problem kann zwar durch das Eingreifen des Administrators schnell gelöst werden, indem die zweite Storage-Einheit manuell eingebunden wird. Das setzt allerdings voraus, dass permanent ein Admin vor Ort verfügbar sein muss – rund um die Uhr.
„Wir haben verschiedene Konzepte geprüft und verglichen. Um zwei Storages abzusichern, bieten mehrere Hersteller spezielle Replikations-Software an, die allerdings für deutlich größere Storage-Einheiten ausgelegt und sehr teuer ist“, fasst D. Hagemann die ersten Überlegungen zusammen. In Verbindung mit der Server-Virtualisierung zeigte sich die Software-Lösung des Herstellers DataCore als deutlich überlegen. Jetzt können auch zwei physische Storage-Einheiten gleichzeitig angesprochen werden. Sie werden wie ein einziges Speichergerät behandelt. Fällt eine der Storage-Einheiten aus, wird automatisch die andere Einheit adressiert.
Jetzt verfügt Devil über ein Hochverfügbarkeitscluster, das rund um die Uhr betriebsfähig ist und mit automatischem Failover und redundantem Fallback auf Basis der VMware-Standardschnittstelle die gewünschte Ausfallsicherheit garantiert. Storage ist jetzt ein vollständig automatisierter Prozess, der die benötigten Kapazitäten eigenständig und ohne weiteres Zutun zur Verfügung stellt.
Devil nutzt aktuell 35 virtuelle Server, die auf vier physikalischen Servern betrieben werden (in zwei redundanten Rechenzentren). D. Hagemann: „Ich habe die Virtualisierung schnell sehr schätzen gelernt.“ Die Anforderung hieß z. B. eine neue Controlling-Software auf einem Testserver im Zusammenspiel mit der vorhandenen Infrastruktur von Devil zu installieren. Dafür wurde ‚auf Knopfdruck’ ein virtueller Server dupliziert. Damit stand die gleiche Hardware mit der kompletten Anwendungsumgebung, einschl. Netzwerkumgebung identisch zur Verfügung. Nach dem erfolgreichen Test konnte der Server sofort in die aktive Produktionsumgebung übernommen werden.
„Wir haben physische Server eingespart, unsere Flexibilität gesteigert, eine höhere Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit erreicht und bieten den Usern mehr Leistung. Dabei haben wir auch noch Kosten gespart und die Administration vereinfacht. Dank BEL NET ist alles optimal gelaufen“, zieht D. Hagemann sein Fazit aus dem erfolgreichen Projekt.
D. Hagemann lobt ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit BEL NET: „Die Beratung, das Lösungskonzept und die Umsetzung waren sehr professionell.“ Weitere Projekte wie die Einführung der WLAN-Technologie sind bereits verabredet.

Die DEVIL AG beliefert als einer der größten EDV-Distributoren Deutschlands über 7.000 Fach- und Systemhändler. Das Unternehmen erwirtschaftet mit etwa 220 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von zuletzt 322 Millionen Euro.