„Innerhalb der nächsten zwei bis fünf Jahre werden 50 % der mittelständischen und großen Unternehmen die Applikationsvirtualisierung einführen - um für den gesamten Lebenszyklus ihrer Desktops die Kosten und Komplexität zu senken und Time-to-Value zu verkürzen“, beschreibt Gartner die Dynamik der Anwendungs-Virtualisierung.
Im Unterschied zur Desktop- und Server-Virtualisierung wird nicht die Hardware virtualisiert, sondern die Anwendung. Sie läuft abgeschottet vom Betriebssystem und befreit die IT von vielen Anwendungsproblemen und verringert den Aufwand für Installation und Wartung.
Die Anwendungen sowie die einzelnen Benutzerrechte werden auf einem zentralen Server gespeichert. Dadurch werden Datensicherung und Wiederherstellung wesentlich vereinfacht. Auch das Management der einzelnen Anwender erfolgt zentral. Dabei können die Rechte eines Anwenders innerhalb der ihm zugeordneten Anwendungen durchaus differenziert festgelegt werden.
Anstelle der zeitintensiven und fehleranfälligen Installation von Anwendungen auf lokalen Desktop-Rechnern erfolgt der Software-Verteilprozess jetzt von einer zentralen Console aus. Die Anwendungen werden auf den Arbeitsplatzrechnern verfügbar – ohne Installation. Der Zugriff erfolgt über das Netzwerk, über das Internet oder mobil auf dem USB-Stick.
Ohne lokale Installationen ist das Patchmanagement erheblich vereinfacht. Konflikte zwischen Anwendungen und Betriebssystem sind beseitigt. So können auch ältere, nicht kompatible Applikationen wie 16-Bit-Software oder DOS-Programme unabhängig von der Windows-Version eingebunden werden. Verschiedene Versionen etwa einer Fachanwendung können konfliktfrei auf demselben Desktop koexistieren. Abgesichert ist auch die Interoperativität der virtuellen Anwendungen untereinander und mit dem Betriebssystem.