Der Landkreis Peine hat seine EDV-Infrastruktur mit 35 Servern mit Hilfe von VMware komplett virtualisiert. Mit guten Ergebnissen: Die Datensicherheit ist erhöht, die Leistung verbessert und gleichzeitig konnten die Betriebskosten gesenkt werden.
Der Landkreis hatte Handlungsbedarf. Die Server-Kapazitäten reichten nicht mehr aus, die Performance einzelner Anwendungen war nicht mehr zufriedenstellend und es musste eine Betriebssystemumstellung vorgenommen werden. Deshalb wurden verschiedene Alternativen diskutiert – auch eine Server-Virtualisierung.

Mit dem Test auf PCs hatte der Landkreis bereits erste Erfahrungen mit der Virtualisierung gemacht. Es waren aber auch kritische Hinweise aufgetaucht, dass Exchange und Terminalserver nicht virtualisierbar seien. Ein anderer kritischer Faktor waren die gestiegenen internen Anforderungen der Fachbereiche an die Performance und Ausfallsicherheit.
Gemeinsam mit den Experten von BEL NET wurde eine Bestandsaufnahme gemacht, Alternativen geprüft und die Wirtschaftlichkeit besprochen. Schließlich war die Empfehlung klar: Die Technologie der Servervirtualisierung war inzwischen so ausgereift, dass alle Anforderungen an Verfügbarkeit und Sicherheit realisierbar waren.
Vor der Umsetzung der Lösung wurde noch eine entscheidende Aktualisierung vorgenommen. Die Virtualisierung der Speicherressourcen zeigte sich als ideale Ergänzung zur Servervirtualisierung. Mit Hilfe der DataCore-Technologie konnten jetzt auch Speicherressourcen unabhängig von physischen Geräten beeinflusst und zugewiesen werden. Die Anwendungsserver betrachten die virtuelle Platte als normal funktionierende lokale Platte, mit dem Unterschied, dass die tatsächliche physische Plattenkapazität über das SAN automatisch nach Bedarf aus dem Speicherpool bezogen wird.
Die wesentlichen Vorteile sind die höhere Datensicherheit und Funktionen wie Disaster Recovery und Business Continuity. Zusätzlich wird die vorhandene Infrastruktur jetzt viel besser genutzt und kann an sich ändernde Unternehmensanforderungen flexibler angepasst werden.
Wilfried Bullwinkel, Projektleiter Zentrale Aufgaben: „Dank der Erfahrung von BEL NET lief die Umstellung so vieler Server erstaunlich glatt. Auch die SQL-, Exchangeund Terminalserver machten keine Schwierigkeiten.“ Ein aufgetretenes Treiberproblem mit der Virtualisierung des Exchange 2000 Servers konnte schnell gelöst werden.
Für die notwendige Sicherheit ist die Hardware in einem räumlich getrennten zweiten Rechenzentrum redundant aufgebaut. Wenn ein Rechenzentrum ausfällt, übernimmt das andere automatisch den Betrieb. Da auch die virtuelle Storage ständig gespiegelt wird, ist eine permanente automatische Redundanz gewährleistet. Bernd Leunig, Fachdienstleiter EDV beim Landkreis: „Mit der zusätzlichen Storage-Virtualisierung haben wir für uns ein Optimum an Verfügbarkeit und Datensicherheit erreicht.“
Die Virtualisierungslösung zeigt sich im Betrieb als sehr wirtschaftlich. Durch die Einsparung von physischen Servern kann der Landkreis den Stromverbrauch monatlich um über 7.000 KWh verringern. Ein weiterer Einsparungsfaktor ist der Wegfall von teuren Wartungsverträgen. Durch die jetzt gesicherte Redundanz reichen an Stelle von bisher garantierten Wiederherstellungsfristen von sechs Stunden, jetzt normale und damit kostengünstigere Wartungsverträge.
Der Landkreis ist mit den Ergebnissen der Virtualisierung sehr zufrieden. Für die Anwender sind die Vorteile durch bessere Antwortzeiten der EDV unmittelbar spürbar. Bernd Leunig betont vor allem die gewonnene Flexibilität und die Zukunftssicherheit der neuen Infrastruktur. „Wir sind jetzt sehr gut aufgestellt. Das hätten wir allein so nicht realisieren können. Deshalb sind wir froh, einen erfahrenen Partner wie BEL NET zu haben.“ Wilfried Bullwinkel ergänzt: „Wir haben für eine verhältnismäßig geringe Investitionssumme eine hohe Sicherheit erhalten.“
Die nächsten Schritte sind bereits geplant. Zunächst soll der Exchange-Server auf die Version 2007 migriert werden. Auch die Umstellung der Betriebssysteme auf aktuelle Versionen steht jetzt an. Durch die Einrichtung weiterer virtueller Maschinen auf Knopfdruck lassen sich alle Änderungen zunächst parallel testen und auswerten. Auch die geplante Erweiterung um eine Dokumentenmanagement-Lösung ist jetzt um ein Vielfaches einfacher geworden.

Der Landkreis Peine zwischen Hannover und Braunschweig umfasst eine Fläche von 534,9 km² mit 133.560 Einwohnern und 27.353 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Stand 2007).