I-1050: Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten

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Ab dem 25. Mai 2018 gilt die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) unmittelbar in allen Mitgliedstaaten der EU. Damit einhergehend entstehen für Unternehmen neue Anforderungen und Dokumentationspflichten.

Mit der DS-GVO tritt auch das BDSG-Neu in Kraft, nach dem ein Unternehmen dazu verpflichtet ist einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen, wenn mindestens zehn Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung von personenbezogenen Daten beschäftigt sind. Daneben besteht gemäß der DS-GVO und unabhängig von der Mitarbeiterzahl die Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten, wenn das Unternehmen besonders sensible Daten, wie z. B. Gesundheitsdaten verarbeitet. Darüber hinaus ist ein Unternehmen unabhängig von der Mitarbeiterzahl z.B. dann bestellungspflichtig, wenn es personenbezogene Daten geschäftsmäßig zum Zweck der Übermittlung, der anonymisierten Übermittlung oder für Zwecke der Markt- oder Meinungsforschung nutzt.

Der Datenschutzbeauftragte kann sowohl intern, als auch extern bestellt werden.

An die Fachkunde des zu bestellenden Datenschutzbeauftragten sind strenge Anforderungen gestellt. Er muss neben umfangreichen technischen auch fundierte juristische Kenntnisse vorweisen können. Diese Anforderungen werden durch das vorliegende Seminar abgedeckt, wobei ein Schwerpunkt auch in der praktischen Umsetzung der Vorgaben im Unternehmen liegt.

Schulungsinhalt

1. Seminartag

  • Einführung und Grundlagen des Datenschutzes
  • Geschichte des Datenschutzes
  • Einführung in die DS-GVO und das BDSG-NEU
  • Begriffsbestimmungen nach DS-GVO und BDSG-Neu (personenbezogene Daten, Betroffenenrechte, Erwägungsgründe, Verarbeitung, Pseudonymisierung etc.)


2. Seminartag

  • Der Datenschutzbeauftragte (Benennungskriterien, Aufgaben und Haftung)
  • Allgemeine Bestimmungen der DS-GVO und des BDSG-Neu (Gegenstand und Ziele, Anwendungsbereiche)
  • Grundsätze der DS-GVO (Rechtmäßigkeit, Verarbeitung nach Treu und Glauben (Transparenz, Zweckbindung, Datenminimierung, Richtigkeit, Speicherbegrenzung, Integrität, Vertraulichkeit und Rechenschaftspflicht)
  • Datensicherheit sowie, technische und organisatorische Maßnahmen (Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit)
  • Privacy-by-design und Privacy-by-default


3. Seminartag

  • Zulässigkeit der Datenverarbeitung (insbesondere Rechtmäßigkeit der Verarbeitung nach Art. 6 DS-GVO)
  • Zweckänderung und Zweckbindung
  • Einwilligung nach Art. 7 DS-GVO
  • Videoüberwachung
  • Informations- und Nachweispflichten gem. Art. 12 bis 14 DS-GVO
  • Betroffenenrechte nach Art. 15 bis 22 DS-GVO


4. Seminartag

  • Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DS-GVO
  • Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten nach Art. 30 DS-GVO
  • Datenschutz-Folgeabschätzung nach Art. 35 DS-GVO
  • Internationale Datenübermittlung
  • Haftung und Sanktionen sowie Bußgelder
  • Der Umgang mit Datenpannen und der Aufsichtsbehörden
  • Zertifizierung und Verhaltensregeln nach Art. 40 bis 42 DS-GVO
  • Datenschutz-Management


5. Seminartag

  • Wiederholung und Vorbereitung auf die DEKRA-Prüfung
  • Prüfung

Die Kosten der Prüfung durch die DEKRA betragen zusätzlich 200 € netto.

Voraussetzungen

keine besonderen Voraussetzungen

Zielgruppe

  • Zukünftige und bereits bestellte betriebliche Datenschutzbeauftragte
  • Mitarbeiter, die als externe Datenschutzbeauftragte tätig werden wollen

Kursdauer

5 Tag(e)

Kommende Termine

11.03.2019, 09:00 Uhr - 15.03.2019, 16:30 Uhr
Preis: 1490,00 EUR zzgl. 19% Mwst. (1773,10 EUR Brutto)
24.06.2019, 09:00 Uhr - 28.06.2019, 16:30 Uhr
Preis: 1490,00 EUR zzgl. 19% Mwst. (1773,10 EUR Brutto)
21.10.2019, 09:00 Uhr - 25.10.2019, 16:30 Uhr
Preis: 1490,00 EUR zzgl. 19% Mwst. (1773,10 EUR Brutto)
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