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Die Behörden verhängen erste Bußgelder

Die Landesdatenschutzbehörde hat das deutschlandweit erste Bußgeld wegen eines Verstoßes gegen die Vorschriften der DSGVO angeordnet.


12.12.2018 – Ein Social-Media-Anbieter muss ein Bußgeld in Höhe von 20.000 Euro wegen eines Verstoßes gegen die Regelungen zur Datensicherheit gemäß Art. 32 DSGVO zahlen. Hacker hatten im Juli dieses Jahres die personenbezogenen Daten von ca. 330.000 Nutzern des Anbieters entwendet, darunter E-Mail-Adressen und Passwörter, und Anfang September 2018 veröffentlicht.

Aufgrund der frühzeitigen Meldung der Datenpanne an den Landesdatenschutzbeauftragten von Baden-Württemberg und die erfolgte Meldung des Hackerangriffs an die betroffenen Personen, ist das Bußgeld für diesen Datenschutzverstoß vergleichbar niedrig ausgefallen. Strafmildernd wirkte ebenfalls die gute Zusammenarbeit des Social-Media-Anbieters mit der Landesdatenschutzbehörde und das sofortige Ergreifen von strengeren Sicherheitsmaßnahmen. Dennoch zeigt dieser erste Bescheid, dass auch die deutschen Datenschutzbehörden die Einhaltung der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen ernst nehmen und nicht davor zurückschrecken, die Bußgeldvorschriften der DSGVO anzuwenden.