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Warum eine Kinderuhr mit Abhörfunktion kein gutes Weihnachtsgeschenk ist

Wie jedes Jahr stehen Eltern vor der Frage, was sie ihren Liebsten zu Weihnachten schenken könnten. Gerade bei Kindern, die schon von den übrigen Verwandten mit Spielzeug und Süßigkeiten überhäuft werden, wird es für die Eltern immer schwieriger, ein passendes Geschenk zu finden.

Eine sogenannte Kinder-Smartwatch scheint deshalb auf den ersten Blick ein gute Idee zu sein. Neben dem Spaß für die Kleinen sollen diese digitalen Uhren die Kinder per GPS-Tracker und Telefonie-Funktion vor verschiedensten Gefahren schützen.

Bei der Auswahl gibt es jedoch einiges zu beachten. Leider sind einige Modelle zusätzlich mit einer in Deutschland oftmals unzulässigen Abhörfunktion ausgestattet, die es den Eltern erlaubt, ihr Kind und seine Umgebung heimlich abzuhören. Hierzu nutzen diese Uhren die bereits eingebaute oder von den Eltern eingesetzte SIM-Karte und eine vorinstallierte Telefonie-Funktion (Babyphone oder Monitorfunktion). Diese kann über eine App eingerichtet und gesteuert werden, um unbemerkt eine Telefonverbindung zur Uhr des Kindes aufzubauen.

Die Bundesnetzagentur hat mittlerweile den Verkauf solcher Uhren verboten. "Sie sind als unerlaubte Sendeanlage anzusehen", erläutert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Nach unseren Ermittlungen werden die Uhren von Eltern zum Beispiel auch zum Abhören von Lehrern im Unterricht genutzt." (Quelle: www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/17112017_Verbraucherschutz.html). Auch der Besitz einer solchen Uhr ist laut der Behörde in Deutschland strafbar.

Die Bundesnetzagentur rät Eltern daher dringend, solche Uhren unschädlich zu machen und gegebenenfalls auch einen Nachweis dafür aufzubewahren. Von der Idee, eine Kinder-Smartwatch mit Abhörfunkton als Weihnachtsgeschenk zu verschenken, ist daher dringend abzuraten.

Das Datenschutz-Team von BEL NET wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Suche nach den passenden Weihnachtsgeschenken sowie eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in ein datenschutzbewusstes Jahr 2018.